Neue Bushaltestellen im Westen und Osten
Heute gelangen fast alle, die vom Bus auf die Bahn umsteigen durch den Haupteingang im Norden in den Bahnhof. Für eine bessere Verteilung der Reisenden wird der Bahnhof künftig von drei Seiten mit Bussen bedient. Dafür braucht es eine neue Busachse West auf der Zentralstrasse und eine Busachse Ost vom Tribschenquartier zum Inseli.
Busachse West
Die Busse, die heute durch die Hirschmattstrasse fahren, verkehren künftig über die Zentralstrasse. Diese wird vom Autoverkehr befreit und zur Bus- und Veloachse umgestaltet. Die neuen Bushaltestellen befinden sich zwischen der Habsburger- und der Waldstätterstrasse. Dank der neuen Busachse wird die Pilatustrasse zwischen Viktoriaplatz und Bahnhof entlastet, da dort künftig weniger Busse durchfahren.
Busachse Ost
Die neue Busachse führt vom Tribschenquartier zum Inseli und weiter zum Bahnhofplatz. Eine neue Bushaltestelle im Osten befindet sich am Inseliquai. Von dort erreichen Fahrgäste den rund 200 Meter entfernten Bahnhofseingang über den geplanten Gebäudedurchbruch zwischen der Universität und dem Bahnhofparking P3.
Falls die Abstellgeleise im Osten des Bahnhofs dereinst nicht mehr benötigt werden, kann die Bürgenstrasse verlängert werden. Das wird frühestens nach der Realisierung des Durchgangsbahnhofes der Fall sein wird. Dann können die Bushaltestellen direkt zum östlichen Eingang des Bahnhofes verlegt werden.
Durchmesserlinien
Alle Busse halten beim Bahnhofplatz Nord – auch jene der neuen Busachsen West und Ost.
Neue Busperrons am Bahnhofplatz Nord ermöglichen mehr Durchmesserlinien. So lassen sich die Linien verknüpfen. Die Busse müssen nicht mehr auf dem Bahnhofplatz wenden, sondern können direkt weiterfahren. Die Vorteile sind: mehr Direktfahrten über den Bahnhofplatz hinaus, kürzere Standzeiten, weniger Abbiegemanöver und ein verbesserter Verkehrsfluss. Zudem benötigen Durchmesserlinien weniger Platz, wodurch man den Bahnhofplatz anders nutzen kann.
Sofortmassnahmen für zuverlässiges Verkehrs- und Bussystem
Eine umfassende Neuorganisation des Bussystems ist erst mit Inbetriebnahme des Durchgangsbahnhofs möglich. Verbesserungen sind aber schon vorher geplant.
Der Kanton Luzern führt zwei Verkehrsversuche durch, die jeweils ein Jahr dauern. Der erste beginnt im Dezember 2026, der zweite im Jahr darauf. Ziel ist eine Entflechtung und Verflüssigung des Verkehrs, zur Busbeschleunigung und Attraktivitätssteigerung des öV sowie zur Erhöhung der Verkehrssicherheit, insbesondere für den Veloverkehr.
Massnahmen in den Bereichen Signalisation, Markierung und Verkehrstechnik sowie kleinere Massnahmen an Haltestellen sind gepalnt. Mit einem umfassenden Monitoring wird die Wirkung der Verkehrsversuche überprüft. Die in den Verkehrsversuchen als wirksam und zweckmässig beurteilten Massnahmen werden definitiv geplant und umgesetzt.
Alle Informationen: vif.lu.ch/verkehrsversuch-luzern